Im Waldviertel angekommen

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Isabella und Michael wohnen und heiraten im Waldviertel Isabella und Michael wohnen nun (wieder) im Waldviertel. Und das mit Überzeugung.
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Isabella und Michael über das Wohnen im Waldviertel

Wie sind Sie ins Waldviertel gekommen?

Isabella (29 Jahre, Assistenz der Geschäftsführung in einem Planungsbüro für Gesundheitswesen): 

Das Waldviertel ist unsere Heimat. Ich bin im Waldviertel geboren und aufgewachsen. Vor etwa 10 Jahren habe ich meinen Wohnsitz zuerst wegen meines Studiums nach Krems, danach aufgrund meiner beruflichen Tätigkeit nach Wien verlegt. Es gab aber nur wenige Wochenenden, an denen ich in dieser Zeit nicht ins Waldviertel gefahren bin – zum einen aufgrund meiner Familie, zum anderen auch wegen der Natur, die ich sehr schätze und die mir sehr dabei hilft, abzuschalten und Energie zu tanken.

Michael (31 Jahre, Softwareentwickler und Consulter):

Ich bin in Wien geboren, da meine Eltern fest mit dem Waldviertel verbunden sind und mein Vater dort aufgewachsen ist, verbrachte ich schon als Kleinkind meine Wochenenden und Ferien im Waldviertel. Einige Jahre lang bin ich mit meiner Frau ins Waldviertel gependelt und schon bald hat sich für uns herauskristallisiert, dass wir uns hier auch gemeinsam ein Zuhause aufbauen möchten.

Sie haben eine abenteuerliche Baugeschichte hinter sich, stimmt das? 

Das stimmt. Wenn man überlegt, ein Bauvorhaben zu starten, ist man oft ganz illusorisch und sich nicht bewusst, wie herausfordernd sich das gestalten kann – was im Endeffekt auch gut ist, vorab nicht so genau zu wissen, was einen noch erwarten wird.

Anfangs dachten wir noch, bei unseren Eltern eine Wohneinheit auszubauen, das war allerdings aufgrund diverser Bauvorschriften nicht umsetzbar.

Ich (Isabella) habe schon als Kind bei Sparziergängen ein kleines, am Waldrand gelegenes Holzhäuschen ins Auge gefasst, welches in 300 Meter Entfernung zu meinem Elternhaus liegt. Dieses war Jahrzehntelang unbewohnt und in einem nicht mehr allzu guten Zustand. Irgendwann fassten wir dann den Entschluss zu versuchen, das Haus in dieser ruhigen Lage zu kaufen.

Dies stellte sich anfangs auch herausfordernd dar. Im Endeffekt konnten wir den Verkäufer dann doch überzeugen, uns das Grundstück mit dem Holzhäuschen zu verkaufen.

Was wir damals noch nicht bedacht hatten war die Widmungsart des Grundstücks. Wie schon vermutet, stellte sich sehr bald heraus, dass das Holzhäuschen nicht mehr renoviert werden konnte. Da das Grundstück kein Bauland, sondern Grünland war, mussten wir weitere Herausforderungen meistern. Vor allem mussten wir lange und geduldig warten, um eine entsprechende Widmung zu erhalten. Nur so konnten wir das bestehende Haus abreißen und ein neues aufstellen.

Bis Baubeginn vergingen noch etwa 3 Jahre. Hier sind wir unserem Bürgermeister Andreas Kozar sehr dankbar für seinen Einsatz, durch den wir letztendlich unsere Bauwidmung erhalten haben.

Ende August 2017 starteten wir – gleich am Tag nach unserer kirchlichen Hochzeit – mit dem Kellerbau, im Anschluss daran wurde das Haus aufgestellt.

Kurz nach dem Einzug - im Juni 2018 - kam auch schon unser Baby auf die Welt.

Wir sind unendlich dankbar für die großartige Unterstützung unserer Familie und Freunde, welche es uns ermöglicht haben, unser Haus innerhalb der letzten Monate fertig zu stellen.

Was schätzen Sie an der Region?

Zum einen die Menschen in der Umgebung – unsere Familie und Freunde sowie Bekannte - und der Zusammenhalt in der Region.

Zum anderen die Natur und die Ruhe – dies hilft uns vor allem dabei, abzuschalten und Energie zu tanken.

Sind Sie mit der Infrastruktur in Reingers und Umgebung zufrieden?

Natürlich ist ein Trend zu beobachten, der teilweise Sorgen bereitet, wenn man daran denkt, dass wir als Kinder noch im Nachbarort beispielsweise Kleidung und Schuhe besorgen konnten und mittlerweile eine Fahrzeit von ca. 30 Minuten für Besorgungen dieser Art zurückzulegen ist.

In erster Linie sind wir aber davon überzeugt, dass sich unsere Gemeinde und unser Bürgermeister dafür einsetzen, das Maximum an infrastrukturellen Möglichkeiten zu bieten.

Was wir in unserem Freundes– und Bekanntenkreis beobachten ist, dass es vor allem junge Familien – so wie auch uns – vermehrt ins Waldviertel zurückzieht, um dort ihren Kindern ein Aufwachsen in der Natur und sicherer Umgebung ermöglichen zu können.

Das lässt uns hoffen, dass es zukünftig möglich sein wird, die Infrastruktur in unserer Region weiterhin zu stärken.

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