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Sarah Marie in Schrems: Mit Feuereifer dabei

Im Waldviertel ist die Welt noch in Ordnung: das sagt Sarah Marie Piskur, die für die Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde Schrems und für „Brand aus“ in der Stadt sorgt. Wir haben sie interviewt.

Sofort integriert und im Einsatz für die Freiwillige Feuerwehr Schrems: Sarah Marie © privat

Sarah Marie liebt die Natur und genießt das Schwammerl suchen nach 10 Jahren in der Stadt ganz besonders © privat

Gut angekommen und gleich mitten drin

Sarah Marie Piskur ist der Liebe wegen in die Stadtgemeinde Schrems (Bezirk Gmünd) gezogen und hat uns im Interview für das diesjährige Journal erzählt, wie es dazu kam und warum sie das Wohnen und Arbeiten im Waldviertel so schätzt!

Sie lebten und arbeiteten bis vor kurzem in Wien – jetzt in Schrems – wie kam es dazu?

„Nachdem es mich von meiner Heimat im Weinviertel für ein Jahr nach London verschlagen hatte, bin ich schließlich für zehn Jahre in Wien gelandet. Dann ist mir immer öfter aufgefallen, dass mir etwas fehlt. 2024 durfte ich dann einem wundervollen Mann aus dem Waldviertel über den Weg laufen.

Mit Thomas verbrachte und verbringe ich viel Zeit in der Natur, da ist mir erst bewusst geworden, wie wertvoll das ist: Draußen sein, Pflanzen, Tiere und Insektensummen genießen, sich die Hände beim Schwammerl suchen und Bäume pflanzen schmutzig machen, Naturfotos schießen. Im letzten Sommer habe ich dann aufgrund von Einsparungsmaßnahmen meinen Job als Journalistin bei einem Regionalmedium verloren. Zufälligerweise ist fast zeitgleich die Stelle in der Öffentlichkeitsarbeit der Stadtgemeinde Schrems frei geworden.

Zum Glück habe ich den Job bekommen und bin innerhalb kürzester Zeit aus Wien weg und hierher nach Schrems gezogen. Das war die beste Entscheidung, die ich in vielen Jahren getroffen habe. Hier ist alles möglich, auch ohne Auto. Ich mag die Stadtgreißlerei, die Bars und das Kulturangebot. Mein Lieblingsort ist das UnterWasserReich.“

Wie arbeitet es sich im Waldviertel?

„Ich genieße es sehr, dass die Arbeit hier sehr persönlich und sehr vielseitig und der Arbeitsalltag flexibel ist. Meine Kolleg:innen haben mich sofort aufgenommen. Dafür möchte ich auch ganz offen DANKE sagen.“

Wie wichtig finden Sie es, dass Menschen ins Waldviertel zuziehen?

„Ich finde es gut, dass Initiativen wie „Wohnen im Waldviertel“ zeigen, was die Region heute zu bieten hat. Je mehr (junge) Menschen in der Region leben, umso besser lässt sich das alles natürlich auch gestalten und vor allem erhalten. Noch vor Kurzem war ein großes Thema, dass der Ortskern, also vor allem der Hauptplatz, immer weiter ausstirbt. Da sehe ich derzeit einen gegensätzlichen Trend.“

Sie sind auch bei der Freiwilligen Feuerwehr engagiert, wie kam es dazu?

„Ich war schon als Kind bei der Feuerwehr. Somit war für mich auch klar, dass ich hier in meiner neuen Heimat zur Feuerwehr gehen und da die Einsatzkräfte so gut es geht unterstützen möchte. Der Kommandant der FF Schrems Alexander Glanzer hat die Initiative ergriffen und mich ins Feuerwehrhaus eingeladen. 

Nach einer Führung durch das FF Haus und einem Kennenlernen hat es dann auch gar nicht mehr lange gedauert. Innerhalb von 24 Stunden war ich überstellt und saß am nächsten Samstagnachmittag mit den jüngsten Mitgliedern in der Ausbildung.

Damit habe ich eine zweite - recht große - (Feuerwehr) Familie gefunden, in die ich fast hineingeplumpst bin. Auch da wurde ich sehr schnell und sehr herzlich aufgenommen und durfte von erster Minute an bei den Übungen und Einsätzen mit anpacken und ich möchte es auch gar nicht mehr missen - sogar wenn mich um vier Uhr Früh die Einsatz-App aus dem Bett läutet und wir ausrücken müssen.

Quelle: Interview aus dem "Wohnen im Waldviertel"-Sonderjournal vom 17./18. April 2026

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