Waldviertel aktiv gestalten: Unterwegs in Sachsen
Voneinander lernen. Gemeinsam nachdenken. Ideen entwickeln.
Im Rahmen der 2023 gestarteten Zukunft.Reise.Waldviertel wollen die Vereine Interkomm und Wirtschaftsforum Waldviertel in Abstimmung mit dem Regionalverband Menschen, Projekte und Regionen kennenlernen und von ihnen lernen. Das gewonnene Wissen wollen sie in ihre Arbeit im Waldviertel einflechten und so einen maßgeblichen Beitrag für eine positive Entwicklung unserer Heimatregion leisten.
Dieses Jahr führte die Reise in die Region Leipzig nach Sachsen. Eine Region, die ähnliche Herausforderungen kennt wie das Waldviertel: Demografischer Wandel, Stadt-Land-Speckgürtel, Arbeitskräftemangel und knappe Gemeindebudgets.
Das Programm der drei Tage war intensiv, der Spaß an der gemeinsamen Arbeit für die Region kam dennoch nicht zu kurz. Schon im Zug widmete sich das 20-köpfige Zukunftsteam in Workshops vielen Waldviertel relevanten Themen.
„Die Zukunftsreise war für die beiden Vereine ein inspirierendes Erlebnis. Die Teilnehmer:innen hatten die Möglichkeit, innovative Ansätze zur Regionalentwicklung und zum Strukturwandel hautnah zu erleben. Besonders beeindruckend war die Entschlossenheit, neue Wege zu gehen – sei es in im Bereich altersgerechtes Wohnen, regionale Kreisläufe oder in Bezug auf innovative Ideen zur Akquise von neuen Mitarbeiter:innen!“, so Bürgermeister Josef Ramharter, Obmann-Stellvertreter des Vereines Interkomm Waldviertel.
Intensives Programm mit vielen AHA - Erlebnissen
Stopps auf der Reise waren u.a. Markkleeberg, wo aus riesigen Braunkohlegruben attraktive Seen inklusive weitläufigem Freizeitareal entstanden sind und damit der gesamte Wohnstandort aufgewertet wurde. Der Generationenpark Großpösna, der die Wichtigkeit von Wohnangeboten im Alter unterstrich,. Und auch der Coworking Space Thallwitz in einem ehemaligen Leerstand.
Ein besonderes Highlight war der Besuch im WohnXperium in Chemnitz. Hier werden neue Produkte und Lösungen für Wohnen und Pflege im Alter getestet, damit ältere oder kranke Menschen möglichst lange und selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden leben können. Das Team konnte am eigenen Leib erproben, wie groß die Einschränkungen im Alter sein können und wie man sich im Wohnraum Erleichterungen schaffen kann.
„Die Gespräche mit engagierten Akteuren vor Ort haben uns gezeigt, wie wichtig regionale Zusammenarbeit, kreative Lösungsansätze und eine gemeinsame Vision für eine zukunftsfähige Entwicklung sind. Diese Erfahrungen nehmen wir mit in unsere tägliche Arbeit und werden sie in unsere Projekte einfließen lassen. Wir sind überzeugt: Der Blick über die Grenze erweitert nicht nur den Horizont, sondern eröffnet auch neue Chancen für das Waldviertel“, ist Obmann-Stv. Josef Ramharter überzeugt.
Bei der Ankunft in St. Pölten am Hauptbahnhof war man sich einig: Die Zukunft.Reise.Waldviertel ist lange nicht zu Ende. Es gibt noch viel zu tun!