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Südkoreanischer Chor begeistert Zwettl

Von Mozart bis „Arirang“ spannte sich der musikalische Bogen bei einem Konzert der Reihe „Klassik um 5“. Der Abend zeigte eindrucksvoll, wie Musik Menschen über Kontinente hinweg verbindet.

Yonsey Music Academy Choir aus Südkorea in der Zwettler Stadtpfarrkirche © Stadtgemeinde Zwettl

Vizebürgermeister Alexander Leutgeb (vorne, 8. v.l.) mit Organisator Joachim Adolf (2. Reihe, 2. v.l.) sowie den Musikern Gabriele Karmer-Webinger und Josef Paukner und dem Yonsey Music Academy Choir aus Südkorea in der Zwettler Stadtpfarrkirche © Stadtgemeinde Zwettl

 

Kultur(en) im Waldviertel 

Ein Hauch internationaler Konzertatmosphäre erfüllte am 26. April 2026 die Stadtpfarrkirche Zwettl: Der Yonsei Music Academy Choir aus Südkorea gastierte im Rahmen der Konzertreihe „Klassik um 5“ (organisiert von Joachim Adolf in Kooperation mit der Stadtgemeinde Zwettl) erstmals im Waldviertel – und sorgte für einen außergewöhnlichen musikalischen Abend, der das Publikum mit langem Applaus und zwei Zugaben endete.

Knapp 20 Sängerinnen waren im Zuge ihrer Europareise nach Zwettl gekommen. Erst am Vortag hatte das Ensemble noch am internationalen Chorwettbewerb in Bratislava teilgenommen, bevor es Station in der Waldviertler Stadt machte.

Akustik in Kirche gab Ausschlag

Vizebürgermeister Alexander Leutgeb begrüßte die Gäste aus Südkorea persönlich und erinnerte daran, wie das Konzert zustande gekommen war: Der Kontakt nach Zwettl entstand über Jinhi Wolfsberger, eine gebürtige Südkoreanerin, die seit vielen Jahren in Österreich lebt und seit rund einem Jahrzehnt in Zwettl zuhause ist. 

Im Zuge der Tourplanung wurden mehrere mögliche Spielorte besichtigt, ehe die Wahl rasch auf die Stadtpfarrkirche fiel. Ausschlaggebend war vor allem ihre außergewöhnliche Akustik. „Musik verbindet Menschen über Grenzen hinweg“, betonte Leutgeb und freute sich über die internationale Begegnung in Zwettl. 

Den musikalischen Beginn gestalteten die Zwettler Musiker Gabriele Kramer-Webinger an der Orgel, bzw. am Klavier, und Josef Paukner am Altsaxophon. Mit Werken von Alexandre Guilmant, Eugène Bozza sowie Leroy Ostransky spannten sie einen klangvollen Bogen und bereiteten damit einen stimmungsvollen Einstieg in den Konzertabend.

Klassik trifft Korea

Anschließend übernahm der koreanische Chor – begleitet von einem Pianisten aus den eigenen Reihen – das musikalische Programm. Dabei erklangen Mozarts „Ave verum corpus“ sowie Schuberts „An die Musik“. Besonders eindrucksvoll waren die solistischen Beiträge: Shin Suyeon berührte mit der Arie „Ach, ich fühl’s, es ist verschwunden“ aus Mozarts Zauberflöte, während Ko Yunji mit Puccinis „Quando me’n vo“ aus La Bohème opernhafte Klangfülle in die Kirche brachte.

Ein besonderer Höhepunkt des Abends waren die traditionellen koreanischen Stücke. Mit Werken wie „Seomjip Aegi“, „Snow“, „Areumdaun Nara“ und dem bekannten „Sin Arirang“ präsentierte der Chor musikalische Einblicke in seine Heimat. „Arirang“ gilt als eines der bekanntesten koreanischen Volkslieder und wird oft als musikalisches Symbol der koreanischen Identität beschrieben – ein Moment, der das Publikum spürbar bewegte.

Asiatische Emotionen, Waldviertler Mohnzelten

Der Dirigent wandte sich zwischendurch auf Deutsch an die Zuhörer:

„Auch wenn vielleicht nicht jedes Wort verstanden wird, hoffe ich, dass Musik und Emotionen direkt die Herzen erreichen.“ 

Genau das gelang – die intensive Atmosphäre und die spürbare Leidenschaft der Sängerinnen machten den Abend zu einem besonderen Erlebnis.

Als Zeichen der Gastfreundschaft überreichte Vizebürgermeister Alexander Leutgeb dem Ensemble zum Abschluss ein kulinarisches Mitbringsel aus der Region: Zwettler Mohnzelten – ein Stück Waldviertler Heimat für die weitere Reise nach Asien.

www.zwettl.dsp.at

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