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So geht Integration

Adel Kares sanierte auf Eigeninitiative und unentgeltlich den Metallzaun zwischen der Landesstraße nach Haugschlag und dem Mörterteich, in unmittelbarer Nähe der NMS Litschau. Bürgermeister Rainer Hirschmann und die Bewohner freuen sich sehr über diesen tollen Beitrag für die Stadt Litschau.

Bgm. Rainer Hirschmann, Adel Kares und DDr. Tawar Kumnakch vor dem Zaun am Mörterteich in Litschau © Christian Freitag (Freitag Photography)

Metallzaun beim Mörterteich in Litschau vor der Sanierung © DDr. Tawar Kum Nakch

Metallzaun beim Mörterteich in Litschau nach der Sanierung © DDr. Tawar Kum Nakch

Neu sanierter Metallzaun zwischen der Landesstraße nach Haugschlag und dem Mörterteich in Litschau © DDr. Tawar Kum Nakch

Wenn alle Seiten aufeinander zugehen

Seit drei Jahren wird der 28jährige Kurde Adel Kares, der seitens der Terrororganisation IS wegen seines jesidischen Glaubens in seinem Heimatland Irak mit dem Tode bedroht war und daher zur Flucht gezwungen war, in Litschau von DDr. Tawar Kumnakch betreut.

Herr Kares, der noch immer auf einen positiven Asylbescheid wartet, hat inzwischen die deutsche Sprache gelernt und verrichtete für die Stadtgemeinde Litschau verschiedenste Tätigkeiten.

Aufgrund seiner hauptberuflichen Ausbildung wäre es sein größter Wunsch, als Fliesenleger – gerne auch als Lehrling - arbeiten zu dürfen.

Vor mehr als 2,5 Jahren wurde Herr Kares von OSR Franz Modliba in den Männerturnkurs der Volkshochschule Litschau aufgenommen, wo er seitdem aktives Mitglied ist und von allen Kollegen geschätzt und gefördert wird. 

Vor kurzem bot Adel Kares Herrn Dr. Kumnakch an, den Metallzaun zwischen der Landesstraße nach Haugschlag und dem Mörterteich, in unmittelbarer Nähe zur NMS Litschau, zu sanieren.

Die 68 Laufmeter wurden vom Rost befreit (siehe auch Bild 3433 zum Zustand vorher) und neu gestrichen. Die Farbe dazu stellte DDr. Tawar Kumnakch dankenswerterweise unentgeltlich zur Verfügung.

Nun erstrahlt der Zaun, der zusätzlich auch einen Blumenschmuck erhielt, in einem neuen Outfit. Bürgermeister Rainer Hirschmann und die Bewohner der Stadt Litschau sind über diese Eigeninitiative sehr positiv überrascht. Vor allem die Tatsache, dass diese Arbeit während der Rekord-Hitzeperiode im Sommer verrichtet wurde, verlangt höchsten Respekt.

Diese uneigennützige Arbeit floss zuguterletzt auch in die Bewertung und somit Auszeichnung im Rahmen der Aktion „Blühendes Niederösterreich“ mit ein.

  

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