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| Zuzugs-Geschichten  | Waidhofen an der Thaya

Schafft neue Arbeitswelten

Sarah Elias war in Wien Innenarchitektin für Ladenbau, heute schafft sie neue Arbeitswelten in einer damals auch für sie neuen Arbeitswelt: dem Waldviertel. Wir haben sie interviewt.

Von Wien ins Waldviertel? Wie kam es dazu? 

Sarah Elias: „Meine Wurzeln liegen im Waldviertel. Meine Eltern sind in jungen Jahren nach Wien gegangen, um dort zu arbeiten - ich selbst habe meine Ferien aber immer bei meiner Oma im Waldviertel verbracht. Diese Verbindung ist nie verloren gegangen. 

Als dann vor einigen Jahren das Elternhaus meiner Lebensgefährtin leer stand und ich für meinen Sohn und mich auf der Suche nach einem besseren Wohnumfeld war, fiel die Entscheidung. Wir sind ins Waldviertel gezogen – mit dem Wissen, mitten in der Natur zu leben und gleichzeitig die Vorteile einer guten städtischen Infrastruktur nutzen zu können. 

Innerhalb von drei Monaten haben wir das Haus im Innenausbau komplett renoviert und sind rechtzeitig zum Schulstart nach Waidhofen übersiedelt. Heute, vier Jahre später, können wir mit voller Überzeugung sagen: Es war die beste Entscheidung.“

Was schätzen Sie an Waidhofen? 

„Die Stadt ist für mich die perfekte Ergänzung zur weitläufigen, erholsamen Natur rundherum. Genau dieses Zusammenspiel macht den Ort so besonders. Man hat hier alles, was es im Alltag braucht: vielfältige Einkaufsmöglichkeiten und ein breites Bildungsangebot – von der Volksschule bis zu weiterführenden Schulen. Und wichtig für die Zukunft: die Stadt entwickelt sich spürbar weiter.“

Sie sind als Unternehmerin tätig, ist das Waldviertel dafür eine geeignete „Arbeitswelt“? 

„Ich habe ein Unternehmen gegründet, das sich auf die Planung von Büro- und Arbeitswelten – insbesondere für Unternehmen im Waldviertel – spezialisiert hat. Was mir auffällt, ist, dass persönliches Kennen und Vertrauen hier wichtig sind. Man wird weiterempfohlen, kommt ins Gespräch und wird Schritt für Schritt Teil des Netzwerks. So gesehen ist das Waldviertel eine gute Arbeitswelt.“

Hat die Region Standortvorteile?

 „Ja, absolut – das war auch ein wesentlicher Grund, warum ich mein Unternehmen hier gegründet habe. Im Waldviertel steckt großes Potenzial, und genau das habe ich von Anfang an gespürt.“

Was ist für Sie mittlerweile typisch waldviertlerisch?

 „Für mich ist es ganz klar der Mohn. Ob Mohnflesserl oder Mohnnudeln – das war so und wird für mich immer ein Stück Waldviertel bleiben: Essen bei Oma.“

www.freiw4erk.at

Quelle: Interview aus dem "Wohnen im Waldviertel"-Sonderjournal vom 17./18. April 2026

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