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Neuer Skulpturenweg in Zwettl

16 Skulpturen in und um die Stadt Zwettl wurden von der Stadtgemeinde Zwettl zu einem Themenweg verbunden. Bei der Eröffnung gaben Organisator:innen und Künstler:innen Einblicke in die Entstehungsgeschichte.

Stadtrat DI Johannes Prinz (Mitte) stellte seine Skulptur „Hilfe und Dank oder die Einheit“ vor, mit im Bild Vbgm. Andrea Wiesmüller und Bgm. LAbg. ÖkR Franz Mold © Stadtgemeinde Zwettl

Bereits vorhandene künstlerisch wertvolle Skulpturen nun verbunden

Die Idee zum neuen Skulpturenweg ist im Rahmen der Aktion Stadterneuerung Niederösterreich entstanden. Die Teilnehmer:innen der Themenwerkstatt „Kultur & Freizeit“ haben angeregt, die bereits vorhandenen künstlerisch wertvollen Skulpturen mit einem Themenweg zu verbinden, der die 16 Skulpturen im Stadtgebiet von Zwettl umfasst. In Zusammenarbeit mit dem Zwettler Verein „SteinKunst & Co“ ist das Projekt erarbeitet und umgesetzt worden.

Informationen zum Skulpturenweg findet man auf der Gemeindehomepage. Die QR-Codes auf den Tafeln vor Ort führen zu Infotexten über die jeweilige Skulptur. Ein Folder mit der Route und Beschreibungen zum Skulpturenweg ist im Stadtamt und in der Zwettl-Info im Alten Rathaus frei erhältlich.

Eröffnung des Weges

Die Zwettler Stadtgemeinde lud am 26. Oktober zur feierlichen Eröffnung des neuen Skulpturenweges. Vizebürgermeisterin Andrea Wiesmüller begrüßte die Besucher:innen bei der Starttafel des Themenweges und der ersten Skulptur „Sitzende“ von Silvia Grossmann bei der Grünfläche beim Stadtamt/Landstraße.

Bürgermeister LAbg. ÖkR Franz Mold eröffnete den Skulpturenweg: „Es ist faszinierend, wie diese Kunstwerke im öffentlichen Raum ihre Wirkung entfalten. Sie inspirieren, regen zum Nachdenken an und schaffen einen Dialog zwischen Menschen, Kunst und Natur. Sie sind Zeugen der Kreativität, die hier vor mehr als drei Jahrzehnten zum Leben erweckt wurden und zugleich Ausdruck einer Zeit, in der Kunst über Gremien hinausging und neue Wege beschritt.“

Der Bürgermeister wünschte den Zwettlerinnen und Zwettlern sowie den Gästen der Stadt viel Freude bei der Begehung des neuen Themenweges.

Wie die Skulpturen nach Zwettl kamen

Bei der zweiten Station des Rundganges, der Skulptur „Liegende“ von Martin Schnur, skizzierten RegR Leopold Rechberger und KommR Peter Kastner – als damals zuständige Mandatare der Stadtgemeinde Zwettl – die Entstehung und Organisation der Bildhauerwochen 1988 und 1991.

Im Juli 1988 arbeiteten Studierende der Meisterklasse von Prof. Franz Xaver Ölzant drei Wochen lang mitten im Zentrum von Zwettl an ihren Kunstwerken. Um die Lärm- und Staubbelastung in der Innenstadt zu vermeiden, wurden im Juli 1991 die zweite Zwettler Bildhauerwochen in die Promenade entlang der Stadtmauer und des Mühlbaches verlegt.

KommR Peter Kastner betonte in seiner Rede: „Ich kenne kaum eine andere Stadt, bei der Kunst im öffentlichen Raum so präsent ist, wie in Zwettl.“

Die Freude über die Initiative Skulpturenweg war bei beiden sichtlich groß. KommR Kastner konnte auch einige Anekdoten über die Zeit mit den Künstler:innen erzählen.

Jährliche Steinbildhauerkurse im Stadtpark

Bei der dritten Skulptur, „Erde“ von Johann Gölles am Neuen Markt, stellte Obfrau Elisabeth Mittendorfer den Verein „SteinKunst & Co“ vor. Seit 2010 organisieren sie und Brigitte Fröhlich im Zwettler Stadtpark Steinbildhauerkurse, bei denen jedes Jahr innerhalb von fünf Tagen Skulpturen, meist aus Carrara-Marmor, entstehen. Mittendorfer und Fröhlich waren maßgeblich bei der Bestandsaufnahme und der Routenplanung des Skulpturenweges beteiligt.

Die Skulptur „Hilfe und Dank oder die Einheit“ wurde vom Künstler persönlich, Stadtrat DI Johannes Prinz, vorgestellt. 1982 hat er die Skulptur anfangs in einem kleinen Format hergestellt. Sie hat schließlich in ihrer jetzigen Größe einen Platz vor der damals neuen Caritas Tageswerkstätte gefunden, bevor sie jetzt in der Promenade, Höhe Habsburgergasse, installiert wurde.

Diese Skulptur steht auf keinem Sockel, sondern auf der Erde, denn „Hilfe und Dankbarkeit sollen aus der Erde kommen", so Johannes Prinz, der zum Namen erklärte: „Hilfe und Dankbarkeit können als soziale Tugenden verstanden werden, die dazu beitragen, Vertrauen und Kooperation innerhalb einer Gemeinschaft zu stärken, was letztlich zur sozialen Einheit führt.“

Musikalisch untermalt wurde der Rundgang von der Borderland Dixieband mit ihrer schwungvollen Dixieland-Musik.

Für die Besucherinnen und Besucher gab es im Anschluss einen kleinen Imbiss.

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