Zukunft.Reise.Waldviertel ins Südburgenland
Wie können ländliche Regionen ihre Zukunft aktiv gestalten? Welche Rolle spielen dabei mutige Projekte, engagierte Persönlichkeiten und die Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinweg? Mit diesen Fragen machten sich Vertreterinnen und Vertreter aus Waldviertler Gemeinden, Unternehmen, Bildungseinrichtungen, Architektur und Gesundheitswesen am 31. August und 1. September 2026 auf den Weg ins Südburgenland.
Die von den Vereinen Interkomm Waldviertel und Wirtschaftsforum Waldviertel organisierte Zukunft.Reise.Waldviertel führte zu Projekten, Initiativen und Personen, die beispielhaft für innovative Regionalentwicklung stehen. Im Mittelpunkt der Exkursion standen der persönliche Austausch mit den Verantwortlichen, offene Einblicke in Chancen und Herausforderungen sowie die Frage, welche Erfahrungen auf das Waldviertel übertragbar sind.
Das Südburgenland eignet sich dafür besonders gut: Ähnlich wie das Waldviertel lag die Region jahrzehntelang an einer politisch und wirtschaftlich wenig durchlässigen Grenze. Heute setzt sie mit innovativen Bildungsangeboten, regionaler Wertschöpfung, neuen Formen der Zusammenarbeit und einer starken regionalen Identität wichtige Entwicklungsimpulse.
Die Zukunft.Reise.Waldviertel führte zu vielfältigen Beispielen erfolgreicher Regionalentwicklung
Am Bildungscampus Pinkafeld standen innovative Bildungsangebote, nachhaltiges Bauen und die Innenstadtentwicklung im Mittelpunkt. Die Frutura Thermal-Gemüsewelt zeigte, wie unternehmerischer Mut, moderne Technologie und ressourcenschonende Lebensmittelproduktion regionale Wertschöpfung und Arbeitsplätze schaffen. In Burgauberg-Neudauberg lernten die Teilnehmer:innen ein Gemeindezentrum kennen, das Verwaltung, Co-Working, Wohnen und Nahversorgung verbindet. Im gegenüber angesiedelten Streuobst-Kompetenzzentrum drehte sich alles um Streuobstwiesen. Hier wird Tradition und Innovation verbunden, regionale Kulturlandschaft wird als Zukunftschance gesehen. Der abendliche Austausch mit „südburgenland plus“ widmete sich zentralen Themen der Regionalentwicklung und Zusammenarbeit. Im Businesspark Heiligenkreuz ging es um Betriebsansiedlungen, wirtschaftliche Cluster und die Entwicklung der insgesamt acht burgenländischen Businessparks. Das Kellerviertel Heiligenbrunn veranschaulichte, wie historisches Kulturgut erhalten und touristisch genutzt werden kann. Im Weinmuseum Moschendorf erfuhren die Gäste, wie elf Gemeinden mit der Weinidylle Südburgenland eine gemeinsame Regionsmarke aufgebaut haben. Den Abschluss bildete der interkommunale Bildungscampus Pannonia – ein Beispiel dafür, welche Chancen gemeindeübergreifende Kooperation bietet, aber auch, welche Herausforderungen mit der Zusammenlegung von Schulstandorten verbunden sind.
Mit neuen Impulsen zurück ins Waldviertel
In der abschließenden Reflexion ging es darum, welche Ansätze ins Waldviertel mitgenommen werden können. Kaum ein Projekt lässt sich unverändert auf eine andere Region übertragen, ist jedoch Ideengeber für eigene Projekte und Initiativen.
Die besuchten Beispiele zeigten, dass regionale Entwicklung dort gelingt, wo Menschen mutig vorangehen und Verantwortung übernehmen, über institutionelle und kommunale Grenzen hinweg zusammenarbeiten und bereit sind, neue Wege zu erproben.
Die Zukunft.Reise.Waldviertel bot dafür nicht nur konkrete Anregungen, sondern auch Raum für neue Kontakte und Gespräche zwischen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern.
Damit wirkt die Exkursion über die beiden Reisetage hinaus: für Zusammenhalt und vor allen Dingen als Impuls, Ideen gemeinsam weiterzuentwickeln und daraus neue Perspektiven für das Waldviertel entstehen zu lassen.
Informationen zur Zukunft.Reise.Waldviertel und zu bisherigen Exkursionen sind hier verfügbar: