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Familienfreundliches Großschönau: Maßnahmenkatalog beschlossen

In Großschönau können Menschen aller Generationen ihr unmittelbares Lebensumfeld aktiv mitgestalten. Der neue Maßnahmenkatalog zeigt, wie die Marktgemeinde konkrete Bedürfnisse aus der Bevölkerung aufgreift und daraus Verbesserungen für den Alltag entwickelt – ein wichtiger Aspekt für alle, die im Waldviertel ein neues Zuhause suchen.

Bgm. Elisabeth Wachter, GFGR Gemeinderätin Bettina Bruckner, DI Peter Jungmeier, und Nadine Haslinger bei der ersten Begutachtung © Marktgemeinde Großschönau

12 Maßnahmen für Großschönau

Die Marktgemeinde Großschönau setzt ihren Weg zur Rezertifizierung als „Familienfreundliche Gemeinde“ und zum UNICEF-Zusatzzertifikat „Kinderfreundliche Gemeinde“ konsequent fort.

In den vergangenen Monaten wurden bei zwei Workshops zahlreiche Ideen und Wünsche aus der Bevölkerung gesammelt. Auch Jugendliche brachten ihre Perspektiven in zwei eigenen Workshops mit der Jugendinfo NÖ ein. Beim abschließenden Workshop am 26. Mai 2026 wurden die Vorschläge gemeinsam bewertet und nach Prioritäten gereiht. Daraus entstand eine Zielvereinbarung mit zwölf konkreten Maßnahmen.

Die geplanten Vorhaben begleiten die Menschen durch unterschiedliche Lebensphasen. Dazu gehören ein neues Spielehaus im Kindergarten, die Erweiterung der Sportanlagen, gemeinsame Aktivitäten von Jung und Alt sowie Computer- und Handy-Workshops, bei denen Jugendliche ihr Wissen an Seniorinnen und Senioren weitergeben.

Weitere Schwerpunkte sind Ernährungsangebote für Kinder und Jugendliche, Maßnahmen zur Verkehrssicherheit, Gedächtnistraining, ein Selbstverteidigungskurs und ein Radfahrtechnik-Training für ältere Menschen. Auch die Unterstützung pflegender Angehöriger sowie die Themen Umweltbewusstsein und Erste Hilfe für Familien wurden in den Maßnahmenkatalog aufgenommen.

Zielvereinbarung einstimmig beschlossen

Im Juni beschloss der Gemeinderat die Zielvereinbarung einstimmig. Nun sollen innerhalb von drei Jahren konkrete Projekte daraus umgesetzt werden. 

Für das Gütezeichen „Familienfreundliche Gemeinde“ müssen mindestens drei Maßnahmen aus unterschiedlichen Lebensphasen realisiert werden. Das UNICEF-Zusatzzertifikat setzt ebenfalls mindestens drei Maßnahmen voraus, die verschiedene Lebensphasen und drei kinderrechtsrelevante Themenbereiche abdecken.

Begleitet wird der Prozess von der NÖ Dorf- und Stadterneuerung. Im Juli fand die erste Begutachtung mit dem unabhängigen Auditor DI Peter Jungmeier statt. Dabei wurden der bisherige Prozess sowie die geleisteten Arbeiten und Vorbereitungen evaluiert.

Der Zertifizierungsprozess erstreckt sich über rund neun Monate und umfasst neben der fachlichen Begleitung auch eine Bürgerbefragung. Anschließend stehen drei Jahre für die Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen zur Verfügung.

Großschönau blickt nun gespannt auf das Ergebnis der Auditierung. 

Die breite Beteiligung der Bevölkerung und die klar definierten Vorhaben zeigen schon jetzt: Hier wird Lebensqualität nicht nur versprochen, sondern gemeinsam und generationenübergreifend weiterentwickelt.

Infos zur Gemeinde:

www.grossschoenau.gv.at

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