Aktuelle Wohnumfrage von s Real und Wohnnet mit 4.220 wirklich interessanten Antworten. Die Mehrheit der Österreicher will am Land wohnen, das sagt eine aktuelle Wohnumfrage von s Real und Wohnnet. Mit ein Grund sind auch die hohen Preise in den Städten.
Generell gehe die Entwicklung stärker zu Ballungsräumen, aber es gebe einen Gegentrend auch wegen der gestiegen Preise, so s-Real-Immobilien-Geschäftsführer Michael Pisecky am 20. Juli 2016 bei einer Pressekonferenz. Das hören die Projektgemeinden der Initiative "Wohnen im Waldviertel" natürlich gerne!
Landlust ist gestiegen
Der Wunsch am Land zu leben, hat sich verstärkt: In der heurigen Umfrage wünschten sich das 53 %, 2015 waren es erst 45 %. 28 % würden am liebsten in Wien oder in anderen Landeshauptstädten wohnen, 19 % in einer Bezirkshauptstadt. Michael Pisecky verwies dabei aber auch auf den Wohnwunsch der „österreichischen Seele“: bei „extrem guter Infrastruktur, mit Autobahn, U-Bahn, S-Bahn um die Ecke in aller Ruhe ungestört“.
Ruhe als wichtiger Faktor
46 % wünscht sich eine Immobilie, die sehr ruhig liegt. Weitere 30 % wollen, dass ihre Wohnung bzw. ihr Haus urban liegt, aber ruhige Schlafbereiche hat. 24 % würden für eine zentrale Lage auf ihre Ruhe verzichten (8 % mehr als letztes Jahr).
Neben Preis und Lage wichtig sind laut Umfrage mit jeweils 30 % die Raumaufteilung und Terrasse bzw. Balkon sowie mit 26 % die Wohnungsgröße. Freiflächen seien extrem stark gefragt und erhöhten auch den Wert der Immobilie, so Pisecky. Eine Investition in einen Balkon sei eine Investition, die sich 1:1 in den Preis übertrage.
Mehr kleinere Wohnungen gefragt
Die Nachfrage nach Mietwohnungen, vor allem nach Wohnungen mit bis zu 800 Euro pro Monat, ist aktuell sehr groß. Kleinere Wohnungen seien überall gesucht, man brauche sie auch am Land.
Als Hauptgründe für das Mieten wurden Freiheit/Flexibilität (26 %), mangelnde finanzielle Möglichkeiten (21 %) sowie die aktuelle Lebensphase (20 %) angegeben.
Einfamilienhäuser und Baugründe gesucht
Bei den gebrauchten Eigentumswohnungen sieht Pisecky noch „Preispotenzial nach oben“. Bei neu gebauten Eigentumswohnungen dürfte man am Preishöhepunkt angekommen sein. Er verwies angesichts der Diskussionen über hohe Wohnungskosten auf höhere Standards. In den gestiegenen Mieten spiegelten sich die Qualitätssteigerungen wider.
Aber auch Einfamilienhäuser seien stark gefragt und Baugründe gesucht. Das könnte auch mit den Preisen für Eigentumswohnungen und mit den niedrigen Zinsen zusammenhängen.
Quelle: oestrreich.orf.at