Pilotprojekt von der Industriellenvereinigung NÖ, dem Wirtschaftsforum Waldviertel und dem Verein Interkomm („Wohnen im Waldviertel“) startet. Waldviertler Lehrlinge werden beim grenzüberschreitenden Lehrlingsaustausch Erfahrungen in der Region Vogtland (Sachsen) sammeln.
Industriestammtisch Waldviertel
Bereits zum vierten Mal trafen sich die Mitglieder und Partner der Industriellenvereinigung Niederösterreich am 14. November 2014 zum Industriestammtisch beim Fertighausspezialist ELK in Schrems.
Josef Wallenberger vom Wirtschaftsforum Waldviertel (Foto) präsentierte zu Beginn die Eckpunkte und die bisherigen Ergebnisse der im Vorjahr abgeschlossenen Kooperation zwischen der Industriellenvereinigung Niederösterreich, dem Wirtschaftsforum Waldviertel und dem Verein Interkomm.
Wallenberger erinnerte an das Ziel der gemeinsamen Initiative: die Stärkung des Wirtschaftsstandortes Waldviertel. „Das Waldviertel ist bekannt für seine hohe Lebensqualität, seine Natur und den sanften Tourismus. Dieses Bild müssen wir erweitern und neu definieren“, unterstreicht Wallenberger: „Wir sind auch ein toller Produktionsstandort, sonst hätten wir nicht so erfolgreiche Unternehmen in unserer Region, die vom Waldviertel aus am Weltmarkt mitmischen.“
Voneinander lernen
„Aufgrund der Geburtenrückgänge werden dem Waldviertel im Jahr 2030 bis zu 15.000 Arbeitskräfte in der Region fehlen“, stellte Wallenberger fest. Mag. Michaela Roither, IV-NÖ-Geschäftsführerin ergänzte daher: „Es muss uns gelingen, die Abwanderung von qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in die Ballungsräume zu bremsen, in dem wir das Waldviertel als Arbeits- und Lebensregion noch besser positionieren.“ Einig war sich die Industriegruppe, dass dies nur gelingen wird, wenn der Jugend ein entsprechend attraktives (Arbeitsplatz-)Angebot gemacht wird – ein internationales Lehrlingsaustauschprogramm sei daher ein erster wichtiger Schritt in die richtige Richtung.
Starke Partner an Board
Zur Umsetzung des Projektes wurde eine Kooperation mit dem Verein Internationaler Fachkräfteaustausch (IFA) geschlossen. „Wir freuen uns, dass es in intensivem Austausch gelungen ist einen kompetenten Partner für dieses Projekt an Board zu holen, der langjährige Erfahrung und Expertise bei der praktischen Umsetzung internationaler Austauschprogramme hat“, so Roither. Für den Start des Projektes habe man sich bewusst für eine deutschsprachige Partnerregion entschieden, um die Barrieren so gering wie möglich zu halten, betonte Roither. „Mit dem sächsischen Vogtland haben wir eine Partnerregion gefunden, mit der das Waldviertel nicht nur die Kultur und die Sprache verbindet, sondern die ähnliche Zukunftsherausforderungen – Stichwort: Demografie – zu bewältigen hat“, ergänzt Wallenberger.