Fachsymposium zeigte Chancen für leistbares und sicheres Wohnen im Alter
Expert:innen aus Gemeinden, Politik, Sozialorganisationen und Wirtschaft folgten der Einladung zum Fachsymposium „Sicher und leistbar im eigenen Zuhause altern“ in Großschönau, veranstaltet vom Verein TDW Großschönau, Projekt Nachhaltiger Ressourcenmarktplatz, und der Sonnenplatz Großschönau GmbH im Rahmen eines Wohnbauforschungsprojekts. Unter den Gästen befanden sich u.a. Nationalrat Lukas Brandweiner und Bundesrätin Bgm. Margit Göll, dazu zahlreiche Bürgermeister:innen und Gemeindevertreter:innen.
Die Ausgangslage ist klar: Niederösterreich altert rasant, die Zahl der Stürze im Haushalt ist hoch – und viele davon wären durch einfache Maßnahmen vermeidbar.
Die Rechnung ist eindeutig: Frühzeitige Wohnraumanpassung ab rund 30.000 Euro kann helfen, Pflegekosten von rund 54.000 Euro pro Jahr zu vermeiden oder zu verschieben.
Neben baulichen Lösungen wurden auch neue Kommunikationswege präsentiert. „Jeder will älter werden, aber keiner will alt sein“, brachte Regionalexperte Josef Wallenberger die emotionale Hürde auf den Punkt. Unter dem Motto „Gönn dir Neues!“ soll altersgerechtes Wohnen daher als Gewinn an Lebensqualität, Komfort und Sicherheit verstanden werden – nicht als Zeichen des Altseins.
Konkrete Lösungen für den Alltag
Großes Interesse galt zwei neuen Werkzeugen, die Eigentümer:innen helfen sollen, barrierefreies Wohnen frühzeitig anzugehen:
- Checkliste für Wohnen ohne Barrieren
(mit Prioritäten-Farbcode und realen Kosten aus 2025) - Humorvolles Animationsvideo
(das zeigt, warum es sich lohnt, früh umzubauen)
Beide Tools stehen kostenlos unter folgendem Link zur Verfügung:
www.sonnenplatz.at/zuhause_ohne_huerden
Fazit: Keine soziale Randfrage, sondern strategische Zukunftsfrage
Das Symposium machte klar: Altersgerechtes Wohnen ist keine Nischenfrage der Pflege. Es ist eine strategische Zukunftsfrage für Gemeinden, Wirtschaft und Gesellschaft – und letztlich für jede und jeden persönlich.
Denn die entscheidende Frage ist nicht, ob wir älter werden – sondern wie.