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| Zukunft Region  | Waidhofen an der Thaya

Dorfschule nimmt Waidhofner Tierwelt unter die Lupe

Die Schüler der Dorfschule Montessorihaus haben die vergangenen Wochen dazu genutzt, die biologischen Besonderheiten rund um Waidhofen an der Thaya auszuarbeiten. Die Ergebnisse zeigen die Vorzüge des Waldviertels und sind eine Werbung für die gesamte Region.

Der häufigste Specht bei der Fütterung eines eines Jungtieres kurz bevor es flügge ist © Dorfschule Montessorihaus

 

Die Schüler der Dorfschule fertigten detaillierte Zeichnungen der beobachteten Arten an. Beim Buntspecht lassen sich Männchen, Weibchen und Jungtier leicht unterscheiden.

Zeichnung: Lukas Wirtl, 9 Jahre © Dorfschule Montessorihaus

Waidhofen bietet genügend steinige und karge Flächen, auf denen sich die Zauneidechse besonders wohl fühlt © Dorfschule Montessorihaus

 

Vielfalt dokumentiert

Um auf die vorhandene Artenvielfalt aufmerksam zu machen, fertigten die Schüler von 6 bis 18 Jahren umfangreiche Arbeiten an und dokumentierten die Beobachtungen mit Fotos. Die Schüler der Primaria 1 (6 bis 10 Jahre) befassten sich etwa intensiv mit den heimischen Spechten. Sie studierten deren Lebensweisen, fertigten naturgetreue Zeichnungen und fanden einige Schwarzspechthöhlen, die in dieser Saison bebrütet wurden. Der größte heimische Specht fällt vor allem durch seinen markanten Ruf auf, da er bevorzugt verborgen in Wäldern mit alten Gehölzen vorkommt. Buntspechte wiederum waren häufig entlang des Radweges zwischen Kleineberharts und Thaya zu beobachten. Mit Geduld und dem Wissen über das Verhalten der Tiere konnte auch die Fütterung der Spechte dokumentiert werden.

 

Entlang der Thaya überrascht auch immer wieder der schrille Ruf eines Vogel Spaziergänger und Naturgenießer: Der prachtvolle Eisvogel ist vielen ein Begriff, wenngleich er sich nur selten zeigt. Bereits die Kinderhauskinder (3 bis 6 Jahre) kennen die Gewohnheiten des Eisvogels, legen sich auf die Lauer und bestaunen dieses ornithologische Highlight des Bezirks regelmäßig. So lassen sich übrigens auch Kuckuck, Pirol und Rebhühner beobachten. Die Oberstufenschüler versuchten zudem den scheuen und extrem flinken Eisvogel fotographisch festzuhalten, was schlussendlich auch gelang.

 

Die Fotos der Schüler zeigen, dass der Bezirk für Naturliebhaber Einiges zu bieten hat. Mit Lebensraum- und Artkenntnis sind hier auch in den Ferienmonaten besondere Beobachtungen möglich. Gerade für Naturinteressierte bietet somit auch die Region eine spannende Vielfalt an Lebensräumen und vorkommenden Arten.

 

Naturbeobachtung zentrales Element

In der Dorfschule und dem Kinderhaus in Kleineberharts nimmt die Naturbeobachtung eine wichtige Rolle ein. Durch die intensive Auseinandersetzung mit Tier- und Pflanzenarten erarbeiten sich die Schüler schon in jungen Jahren ein gutes Verständnis für Vorgänge in der Natur und erkennen komplexe Zusammenhänge. Um solche Aktivitäten auf höchstem Niveau auch in Zukunft zu garantieren, wurden Professoren mehrerer Universitäten für das kommende Schuljahr in die Dorfschule eingeladen, welche über Artenschwund, Ornithologie, Humanökologie und Zoologie referieren.

 

Fotos und Zeichenvorlagen

Auf der Homepage der Schule finden Naturinteressierte aktuelle Fotos und Arbeiten, zudem können Sie auch Zeichenvorlagen und Lernunterlagen kostenlos nutzen und sich über weitere Projekte der Dorfschule Montessorihaus informieren.

www.dorfschule-montessorihaus.org

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