Nach knapp drei Jahren Bauzeit und einem Investitionsvolumen von fast 155 Millionen Euro ist am Sonntag, den 30. Juli 2017, die Umfahrung Zwettl eröffnet worden. Zu Spitzenzeiten waren bis zu 200 Arbeiter mit der Fertigstellung beschäftigt. Sie verarbeiteten 5.000 Tonnen Bewehrungsstahl, 193.000 Quadratmeter Asphalt und 34.000 Kubikmeter Beton.
Die Umfahrung verläuft in einem Halbring im Norden der Stadt Zwettl, zweigt vor dem Ortsgebiet von Rudmanns von der Böhermerwald Straße (B38) ab und mündet bei Moidrams wieder in diese.
Die Bauweise in einer sogenannten Tieflage ermöglicht einen optimalen Lärmschutz. Zwischen den Anschlussstellen Rudmanns und Zwettl Ost wurde außerdem auf einer Länge von 1,5 Kilometern eine bis zu 2,5 Meter hohe Lärmschutzwand errichtet.
Feierliche Eröffnung der Umfahrung
Die Eröffnung des 10,7 Kilometer langen Straßenstücks nahm Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner gemeinsam mit Verkehrs-Landesrat Ludwig Schleritzko, Bürgermeister Herbert Prinz, Straßenbaudirektor Josef Decker, Baumeister Stefan Graf von Leyrer+Graf, Geschäftsführer Karl Weidlinger von Swietelsky und zahlreichen Festgästen vor. Die ökumenische Segnung erfolgte durch Pfarrmoderator Thomas Kuziora und Superintendenten-Stellvertreterin Birgit Schiller.
„Der Ausbau der Infrastruktur für das Waldviertel hat eine große Bedeutung für die Region: für die Anbindung der Region und für die Standortqualität von Zwettl", sagte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) bei der Eröffnung.
Die Trasse soll Entlastung bringen
Durch die Umfahrung soll der Verkehr innerhalb der Stadt bis zu 50 Prozent reduziert werden, die Zeitersparnis liegt bei 15 Minuten auf der Strecke Gmünd bzw. Weitra – Krems – St. Pölten.
„Sie ist ein Meilenstein in der Verkehrspolitik des Landes Niederösterreich im Waldviertel. Sie wird die Lebensqualität und Verkehrssicherheit für die Bürgerinnen und Bürger verbessern“, erklärte der für den Straßenbau zuständige Landesrat Ludwig Schleritzko (ÖVP).
Und er führte aus, dass man seitens des Landes Niederösterreich insgesamt 180 Millionen Euro bis 2020 in den Straßenausbau im Waldviertel investiere: 140 Millionen Euro in den Ausbau der beiden Achsen Wien – Stockerau – Horn – Gmünd und Krems – Zwettl – Vitis und zusätzlich 40 Millionen Euro für weitere Straßenbauprojekte.
Die Freigabe der 10,7 Kilometer langen Trasse erfolgte heute Früh, am Montag, den 31. Juli 2017.