In Gars am Kamp entsteht derzeit das erste „Smart Hotel“. Nicht nur das Betreiberkonzept ist innovativ, auch bei Errichtung und Innenausbau geht man völlig neue Wege.
Vom Rohbau bis zur Fertigstellung des Hotels dauert es gerade einmal drei Wochen. Alle drei Stunden wird ein Zimmer fertig, 22 Handwerker aus 8 Gewerken arbeiten auf der Baustelle Hand in Hand. Die unter der Leitung der Firma Schrenk mit der Initiative „Waldviertler Handwerker“ gemeinsam entwickelte Baulogistik erinnert an die Boxenstopps der Formel 1.
Die im Sommer 2013 gegründete Initiative „Waldviertler Handwerker“ setzt mit dem Smart Hotel ihr erstes gemeinsames Großprojekt um und zeigt auf, was mit perfekter Arbeitsorganisation möglich ist. Das Konzept wurde gemeinsam unter Einbeziehung aller beteiligten Gewerke entwickelt und im Schulungsraum der Bauablauf simuliert.
Entscheidend ist aber auch, dass zeitraubende und den Ablauf störende Arbeiten ausgelagert oder minimiert wurden. So erfolgt der Materialtransport für alle Gewerke durch ein eigenes Team. Auf der Baustelle selbst lagert immer nur das Material, das binnen drei Stunden verbaut wird. Damit bleibt die Baustelle übersichtlich und alle Handwerker konzentrieren sich auf ihre Kernkompetenzen. Auch Arbeitssicherheit wird großgeschrieben und so finden sich keine Kabel am Boden, keine Rampen und kein Material in den einzelnen Räumen.
„Durch die neuartige Baulogistik gelingt es uns nicht nur, die Bauzeit zu halbieren, es steigt auch die Qualität der Arbeit durch die überlegte, gemeinsame Planung, die Konzentration auf die Kernkompetenzen der einzelnen Handwerker und die Standardisierung der Arbeitsschritte. So gelingt es, die hohe Qualität der Einzelbetriebe der Waldviertler Handwerker in komplexe Bauaufgaben zu übersetzen. Der Gewinn an Qualität und Zeit kommt den Bauherrn zugute“, so Stefan Schrenk, Geschäftsführer der Firma Schrenk GmbH und Projektleiter der Waldviertler Handwerker.