Zum Inhalt springen
| Aus den Gemeinden 

Oper BURG GARS begeistert mit „Madame Butterfly“

Ausverkauftes Haus, Traumwetter und ein außergewöhnlicher Künstlerwechsel sorgten für einen unvergesslichen Festivalauftakt mit minutenlangen Ovationen.

Oper BURG GARS, Österreich größtes akustisch unverstärktes Freiluft-Opernfestival © Andreas Anker

Ein glanzvoller Premierenabend unter Sternen

Mit Giacomo Puccinis Meisterwerk „Madama Butterfly“ feierte die Oper BURG GARS am Samstagabend eine ausverkaufte, umjubelte und zutiefst bewegende Premiere. 

Bei Traumwetter und einer magischen Atmosphäre setzte Intendant Clemens Unterreiner gemeinsam mit seinem Ensemble ein unüberhörbares Ausrufezeichen im österreichischen Kultursommer. In Vertretung für Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner wurden die 37. Opernfestspiele von Finanzlandesrat Anton Kasser feierlich eröffnet. 

Ein Drama hinter den Kulissen: Zweiter Tenor rettet die Premiere

In der Rolle des Pinkerton zeigte Vitaliy Kovalchuk von Beginn an größten Einsatz. Geplagt von einer akuten, schweren Allergie, lieferte er zwar einen unglaublichen, tapferen Kampf, aber nach dem 1. Akt ging es stimmlich nicht mehr weiter

Das Publikum verabschiedete den sichtlich angeschlagenen Künstler mit tosendem Applaus für seinen enormen Mut. In kürzester Zeit musste Intendant Clemens Unterreiner reagieren, um die Premiere in letzter Sekunde zu retten: Der junge argentinische Tenor Gabriel Arce, den Unterreiner im Zuge seines neuen Doppelbesetzungs-Konzepts nach Gars geholt hatte, wurde im Eiltempo aus dem Hotel auf die Burg gebracht. Arce sprang quasi kalt aus dem Auto ins Rampenlicht, übernahm die Rolle nahtlos und glänzte auf allen Ebenen. Das verständnisvolle Garser Publikum erlebte somit eine absolute Premiere: Zum ersten Mal in der Geschichte des Festivals wurde eine Oper mit zwei unterschiedlichen Hauptrollen-Tenören aufgeführt. Beide wurden vom Publikum frenetisch gefeiert.

Zeitlose Eleganz und musikalische Brillanz

Trotz des Krimis hinter den Kulissen verschmolz die packende Inszenierung von Regisseur Matthias von Stegmann unter der feinsinnigen musikalischen Leitung von Karsten Januschke zu einem stimmigen Gesamtkunstwerk. 

Als größtes akustisch unverstärktes Freiluft-Opernfestival Österreichs bewies die Oper BURG GARS damit einmal mehr ihre absolute Ausnahmestellung. Das elegante, japanisch inspirierte Bühnenbild von David Gamel harmonierte perfekt mit den historischen Festungsmauern, während die rund 70 zeitlosen und detailverliebten Kostüme von Laura Madgé Hörmann visuelle Pracht entfalteten. Michal Juraszek leitete den exzellent studierten Chor der Oper BURG GARS.

In der Titelrolle berührte KS Kristiane Kaiser das Publikum zutiefst und gestaltete die Cio-Cio-San mit Intensität und stimmlicher Bravour. In den weiteren Rollen begeisterten Daria Sushkova (Suzuki) und Paolo Rumetz (Sharpless). In den kommenden Vorstellungen bis zum 1. August dürfen sich die Zuschauer auf wechselnde Besetzungen freuen – unter anderem auf Eugenia Dushina (Cio-Cio-San) sowie auf Intendant KS Clemens Unterreiner höchstpersönlich in der Rolle des Sharpless.

Ein Sommerabend wie im Märchen

Minutenlange Standing Ovations und frenetischer Applaus markierten das furiose Finale dieses außergewöhnlichen Abends, bevor Künstler:innen, Ehrengäste und Opernfans auf der stimmungsvollen Festwiese bei milden Sommertemperaturen glücklich bis tief in die Nacht feierten.

„Madama Butterfly“ steht nur eine Autostunde von Wien entfernt noch bis Anfang August auf dem Spielplan. Ein unverstärktes und unvergessliches Opernerlebnis unter Sternen, das man sich nicht entgehen lassen sollte!

Zum Programm 2026

Die neuesten Infos direkt in Ihr Postfach!

Abonnieren Sie den "Wohnen im Waldviertel" Newsletter und erhalten Sie alle Neuigkeiten 4 - 5x im Jahr direkt in Ihr digitales Postfach. So sind Sie immer gut informiert.

Jetzt anmelden