Bis 2018 flächendeckende Versorgung der 4 Pilotregionen
Aktuell setzt die Niederösterreichische Glasfaserinfrastrukturgesellschaft (nöGIG) das NÖ Glasfasermodell in den vier Pilotregionen Thayaland, Triestingtal, Waldviertler StadtLand und Ybbstal-Eisenstraße um. Nun wurden insgesamt 16,3 Mio. Euro an Bundesförderungen für den Ausbau einer offenen, öffentlichen und zukunftssicheren Infrastruktur an die nöGIG vergeben. Der größte Teil davon fließt in die Pilotregionen, vor allem in das Waldviertel.
Für die Auswahl der Gebiete waren die folgenden Faktoren entscheidend:
- Unterversorgung mit Breitband
- Synergien zur Mitverlegung bei Tiefbauarbeiten möglich
- Gemeindekooperation innerhalb der Region etabliert
- Anbindung an einen zentralen Internetknoten vorhanden
Für die Umsetzung wurde vom Land Niederösterreich ein Sonderbudget von 5 Mio. Eur zur Verfügung gestellt. Dieses Budget wird für den Anschluss von Gebäuden in ausgewählten Gebieten innerhalb jeder Region verwendet. Die Erkenntnisse aus diesen Projekten fließen in die weiteren Umsetzungen ein.
"In Summe investiert das Land Niederösterreich in diesem Jahr 35,5 Millionen Euro in den Breitbandausbau. Damit gelingt es uns, bis 2018 die Pilotregionen flächendeckend mit Glasfaseranschlüssen bis zum Haushalt zu versorgen", betont Wirtschafts-Landesrätin Dr. Petra Bohuslav am 20. Februar 2017.
„Das Niederösterreichische Glasfasermodell, das erst kürzlich von der Europäischen Kommission mit dem Europäischen Breitband-Award ausgezeichnet wurde, ist das wichtigste Infrastrukturprojekt des 21. Jahrhunderts in unserem Bundesland. Mit diesem Modell machen wir den Standort Niederösterreich fit für die Herausforderungen der Digitalisierung. Wirtschaft und Bevölkerung werden gleichermaßen Vorteile daraus ziehen. Darüber hinaus ist der Breitbandausbau auch ein wichtiger Beitrag zur regionalen Wirtschaftsleistung. Bislang ist es gelungen, beim Glasfaserausbau mehr als 70 Prozent der Wertschöpfung in Niederösterreich zu realisieren. Das heißt: Die niederösterreichischen Betriebe haben bereits jetzt umfassend vom Glasfaserausbau profitiert.", hält Bohuslav fest
„Im Vorjahr wurden in Niederösterreich bereits 6.100 Haushalte und 400 Betriebe mit Glasfaseranschlüssen fit gemacht. Bis Ende 2018 wird sich die Zahl der Anschlüsse, die durch die nöGIG realisiert werden, mehr als verfünffachen. Dann werden 34.000 Haushalte und Betriebe direkt an das Glasfasernetz angebunden sein. Dies ist für die Standortentwicklung entscheidend. Nachhaltige und leistbare Breitbandlösungen werden vor allem in peripheren Regionen zu einem immer wichtigeren Kriterium", betont nöGIG-Geschäftsführer Prof. (FH) Mag. Hartwig Tauber.