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| Aus den Gemeinden 

Gemeinden sagen JA zu Jugendarbeit

Mehr Mitgestaltung, mehr Freizeitangebote und verlässliche Ansprechpersonen: Sechs Gemeinden aus der LEADER Region Kamptal+ setzen ein kraftvolles Zeichen für junge Menschen. Sie starten gemeinsam den Aufbau einer professionellen, offenen Jugendarbeit.

© Jugendarbeit 07

Jugendarbeit stärkt die Zukunft im östlichen Waldviertel

Die Gemeinden Allentsteig, Gföhl, Jaidhof, Lichtenau, Rastenfeld und Schwarzenau starten gemeinsam den Aufbau einer professionellen, offenen Jugendarbeit. Damit setzen sie ein wichtiges Zeichen für die Lebensqualität junger Menschen und investieren langfristig in die Zukunft ihrer Region.

Grundlage für das Projekt ist die Jugend-Sozialraumanalyse der LEADER-Region Kamptal+, die 2023 gemeinsam mit dem Institut für Jugendkulturforschung durchgeführt wurde. Die Ergebnisse zeigen: Jugendliche zwischen 12 und 23 Jahren fühlen sich in ihren Heimatgemeinden grundsätzlich wohl und schätzen vor allem Natur, Sicherheit und den starken Zusammenhalt. Gleichzeitig wünschen sie sich mehr zeitgemäße Freizeitangebote, Möglichkeiten zur Mitgestaltung sowie verlässliche Ansprechpersonen.

Um diese Bedürfnisse aufzugreifen, entwickeln Sozialarbeiter des Vereins Jugendarbeit 07 gemeinsam mit den Gemeinden ein bedarfsgerechtes Angebot. Ziel ist es, Jugendliche dort zu erreichen, wo sie ihre Freizeit verbringen, sie zu begleiten und ihre Ideen aktiv einzubinden.

Geplant sind unter anderem:

  • Offene Treffpunkte und mobile Angebote wie ein Jugendmobil
  • Sport- und Freizeitaktivitäten, Workshops und gemeindeübergreifende Events
  • Beratung und Begleitung im Einzel- und Gruppensetting
  • Jugendforen, Beteiligungsformate und Elternarbeit
  • Aufsuchende Jugendarbeit an beliebten Treffpunkten
  • Digitale Kommunikation über Social Media und Online‑Beratung
  • Kooperationen mit Schulen, Vereinen, Polizei, Sozialarbeit und regionalen Akteur:innen

„Wir wollen Jugendlichen nicht sagen, was sie brauchen – wir wollen es gemeinsam mit ihnen herausfinden“, erklärt Karl Elsigan, Bürgermeister von Schwarzenau. Jugendarbeit ist kein Luxus, sondern eine Investition in ein gutes Miteinander. Wenn wir junge Menschen ernst nehmen, bleiben sie unserer Region verbunden.“

Gemeinden ziehen an einem Strang

Die sechs Gemeinden setzen bewusst auf eine gemeindeübergreifende Zusammenarbeit. Durch die Bündelung von Ressourcen und Know-how entsteht ein starkes Netzwerk, das Jugendlichen langfristig attraktive Angebote und verlässliche Unterstützung bieten soll. Gleichzeitig wird der Austausch mit dem Land Niederösterreich gesucht, um die Finanzierung der professionellen Jugendarbeit nachhaltig abzusichern.

Mit dem gemeinsamen Projekt schaffen die Gemeinden wichtige Rahmenbedingungen für ein attraktives Lebensumfeld junger Menschen. Sie stärken damit nicht nur die Jugendbeteiligung, sondern leisten auch einen wertvollen Beitrag dazu, das Waldviertel als lebenswerte Region für Familien und kommende Generationen weiterzuentwickeln.

www.jugendarbeit.at

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