Mit dem Impulstag am 6. Oktober 2016 feierte die NÖ Wohnbauforschung im NV Forum in St. Pölten ihren 25 Geburtstag. Im ersten Beitrag stellte Josef Wallenberger das Erfolgsprojekt „Wohnen im Waldviertel" vor.
Die NÖ Wohnbauforschung befasst sich nun schon seit über 25 Jahren stets am Puls der Zeit mit einschlägigen Fragen rund um das Thema Wohnen. Vieles, das heute den Wohnbau in Niederösterreich prägt, hat seine Wurzeln in den Ergebnissen der Wohnbauforschung. Sie ist ein wichtiges Instrument geworden, Trends zu erfassen und Zukunftsvisionen zu erarbeiten.
Dies macht sie zu einem wesentlicher Impulsgeber im mitteleuropäischen Raum und garantiert die kontinuierliche Befassung mit aktuellen Themen.
Außerdem fördert die NÖ Wohnbauforschung bereits seit 2008 das Projekt "Wohnen im Waldviertel" und ist daher einer der wichtigsten Wegbegleiter
Repräsentative Projekte
Anschließend wurden mit aktuellen Projekten aus verschiedenen Themenbereichen die Charakteristik und die Wirkungen der Wohnbauforschung illustriert.
Im ersten Beitrag stellte Josef Wallenberger das Projekt „Wohnen im Waldviertel“ vor, im Rahmen dessen der Projektträger-Verein Interkomm Waldviertel mit 56 teilnehmenden Gemeinden das mittlerweile veraltete Bild des Waldviertels aufbrechen will. Mit einer gemeinsamen Vermarktung konnte das Image die Region bereits hin zu einem attraktiver Wohn- und Arbeitsstandort geändert werden. Dadurch wurde die bisher negative Bevölkerungsentwicklung umgekehrt und erstmalig eine positive Entwicklung der Bevölkerungszahl erzielt.
Arch. Dr. Paul Rajakovics präsentierte gemeinsam mit Arch. DI Irene Ott-Reinisch (TU-Wien) das Projekt „Anders günstig“, in dem im Zuge des Studiums der Architektur an der TU-Wien von Studenten neue Zugänge zur Schaffung von kostengünstigem Wohnraum exemplarisch in 5 Gemeinden erarbeitet wurden. Auf Basis hoher architektonischer Qualität wurde der Bezug zum jeweiligen sozialräumlichen Kontext bearbeitet und die Ergebnisse den Gemeinden vorgestellt.
Dr. Daniela Trauninger von der Donau Universität Krems zeigte Ergebnisse der „Begleitenden Evaluierung und Qualitätssicherung der NÖ Wohnbauförderung“. Sie betonte die positive Entwicklung bei den Gebäudedaten und Heizungssystemen und wies auf die Vorreiterrolle von Niederösterreich beim Ausstieg aus fossiler Energie hin. Die wünschenswerte Entwicklung hin zu verdichteten Wohnformen erfordert qualitätsvollen verdichteten Wohnbau, für den sie Beispiele aus Niederösterreich zeigte.