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E-Mobilitäts-Feldversuch

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Einzigartiger Feldversuch: Die e5-Gemeinde Echsenbach im Bezirk Zwettl war fünf Monate e-mobil unterwegs.
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„Mobilität von morgen schon heute erleben“

Unter diesem Motto stand der groß angelegte und in Österreich einzigartige e-Mobilitäts-Feldversuch im Waldviertel: e-Mobilität 2030-2050. In der e5-Gemeinde Echsenbach wurden 24 Häuser einer Siedlung in der Hartl Haus-Straße und Sonnenhangstraße mit e-Autos ausgestattet. Nach fünf Monaten Testphase konnten wichtige Erkenntnisse gezogen werden.

LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf dazu: „Das bestehende Stromnetz bietet Dank der vorausschauenden Planung unseres Netzbetreibers gute Voraussetzungen für einen hohen Anteil an e-Mobilität.“

e-Mobilität 2030-2050

Ziel war es, mit 24 e-Autos netzdienliches Laden und faire Voraussetzungen für alle auszuprobieren sowie umfangreiche Erfahrungen der NutzerInnen einzuholen.

Nach knapp einem halben Jahr zieht LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf eine zufriedenstellende Bilanz: „Das Stromnetz ist aufgrund der vorausschauenden Planung des Netzbetreibers in gutem Zustand und bietet gute Voraussetzungen für hohe e-Auto-Dichten. Dennoch wird es in manchen Gebieten aber ohne einen Netzausbau nicht gehen.“

In enger Zusammenarbeit mit zwei Herstellern von Ladestationen wurden Ladungsregelungen entwickelt, die beim Laden der Autos das Stromnetz kontrollieren und bei zu hohen Belastungen die Ladeleistung verringern.

Die Stromversorgung mit vielen e-Autos und Wärmepumpen ist dadurch auch in der Heizsaison gewährleistet. Dabei zeigte sich, dass das Ortsnetz grundsätzlich den Anforderungen entspricht, aber einer Umstellung auf e-Mobilität in Kombination mit Wärmepumpen noch nicht restlos gewachsen ist. „Wir müssen uns jetzt fit für die e-Mobilität machen und den Netzausbau in Angriff nehmen. Dank der Erkenntnisse aus dem Feldversuch können wir den optimalen Ausbau der Ortsnetze rechtzeitig steuern“, so EVN Vorstandsdirektor Franz Mittermayer.

e-Autos sind alltagstauglich

Herbert Greisberger, Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur NÖ ergänzt: „Mit diesem groß angelegten Feldversuch leisten wir die Grundlagenarbeit für die Forcierung der klimaschonenden e-Mobilität. Und eines ist bereits jetzt klar: e-Autos sind mit ihren Reichweiten bereits bestens alltagstauglich, man muss auf nichts mehr warten.“

Das bestätigt auch die Meinung der FeldversuchsteilnehmerInnen: „Man gewöhnt sich sehr schnell an das e-Auto und seine Annehmlichkeiten, dennoch wären für vereinzelte Fahrten höhere Reichweiten wünschenswert.“

LH-Stellvertreter Pernkopf ergänzt: „Die Teilnehmer haben e-Mobilität am eigenen Leib verspürt. Sie wissen genau, dass elektrisch betriebene Fahrzeuge nicht nur umweltfreundlich und leise unterwegs sind, sondern auch problemlos fast jede Alltagsstrecke schaffen.“

www.echsenbach.at

Am Foto: Werner Hengst (Geschäftsführer NÖ Netz), Bürgermeister Josef Baireder, eNu-Geschäftsführer Herbert Greisberger, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Feldversuchsteilnehmer Roman Scharf mit Tochter Fiona, eNu-e-Mobilitätsexperte Matthias Komarek und EVN-Vorstandsdirektor Franz Mittermayer Philipp Hebenstreit

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