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Heimspiel für Doris und Paul

Punkt, Satz, Sieg: Nach Jobs im Bundessport und einer Beachvolleyball-Profikarriere rund um die Welt kehrten Paul Robl und Doris Schwaiger-Robl in ihre Heimat zurück: In Zwettl hat das Power-Duo ihr berufliches und familiäres Glück gefunden.

Doris und Paul sind mit dem Bau ihres Einfamilienhauses nach Zwettl zurückgekehrt. Mittlerweile haben sie mit Franz (l.) und Felix selbst eine Familie © Stadtgemeinde Zwettl

Freundschaft & Vereinsleben

Mit ihrer Rückkehr nach Zwettl sind Doris und Paul endlich angekommen: Gemeinsam mit ihren beiden Kindern Felix und Franz leben sie seit Oktober 2023 in Zwettl. Dort hat die sportliche Familie auch den idealen Wohn- und Lebensraum gefunden: Paul kennen die Waldviertler als sympathischen Leiter des Sportgeschäfts Kastner. Doris war viele Jahre als eine Hälfte der „Schwaiger Sisters“ sehr erfolgreich – gemeinsam mit Schwester Stefanie wurde sie etwa Europameisterin im Beachvolleyball.

Der Sport ist noch immer eine große Konstante im Leben der beiden: Paul engagiert sich beim lokalen Radverein, den Zwettler Kosmopiloten. Bei seinen Ausfahrten erinnert er sich an einen der größten Vorzüge des Waldviertels: „Es gibt sonst keine Region, in der man zwei Stunden lang auf Güterwegen unterwegs sein kann und es kommt einem nahezu kein Auto entgegen.“

Auch sonst findet der 41-Jährige, der sich selbst als „Vereinsmensch“ beschreibt, viele Möglichkeiten zur sportlichen Betätigung in Zwettl. Mit der Union Volleyball Raiffeisen Waldviertel gibt es in Zwettl auch einen erfolgreichen Volleyballverein, den er nicht nur als Zuseher kennt, sondern auch als Spieler 2005 den Aufstieg von der zweiten in die erste Bundesliga aktiv miterlebte.

Rückkehr ins Waldviertel

Ihre Wurzeln haben Paul und Doris beide in der Gemeinde Zwettl. Pauls Elternhaus ist nur einen Steinwurf vom neuen Zuhause in der Bahnhofstraße entfernt. Doris stammt aus Großglobnitz. Ihre berufliche Karriere zog die beiden Richtung Wien. Paul studierte Sport- und Trainingswissenschaften, war beim Bundessportförderungsfonds (heute Bundessport GmbH) sowie Leistungssport Austria tätig. Doris‘ Weg im Profisport führte sie mit ihrer Schwester rund um die Welt. Vor ihrer Rückkehr ins Waldviertel wohnte das Paar unter der Woche berufsbedingt südlich von Wien und in Rastenfeld. „Bei meinen sportlichen Reisen habe ich viel gesehen, auch wie Menschen in anderen Teilen der Welt leben und wohnen. Man lernt zu schätzen, wie gut es uns im Waldviertel geht. Wir genießen den Schatz, den wir hier haben“, sagt Doris.

Ein Pluspunkt sei außerdem, dass der Klimawandel rund um Zwettl noch nicht so extrem zu spüren sei, wie in Großstädten. Die gemäßigteren Sommer und auch der eine oder andere „verhangene“ Herbsttag, des oft als mystisch bezeichneten Waldviertels, komme der ehemaligen Beachvolleyball-Profispielerin gut gelegen, sagt sie lachend: „Ich hatte in meinem Leben schon genug Sand und Sonne.“

Ihre Sportkarriere hat Doris vor zehn Jahren beendet und bis heute nie bereut, wie sie sagt. Mittlerweile hat sie den Volleyball gegen eine Dienstmarke eingetauscht und arbeitet als Polizistin in Krems. Der Sport sei zwar noch immer ein großer Teil in ihrem Leben, aber: „Die Prioritäten verschieben sich, wenn man eine Familie hat.“

Handschlagqualität und Kindheitserinnerungen

Nach der Geburt ihrer beiden Söhne Felix und Franz hielten Doris und Paul nach einem Baugrund im Waldviertel Ausschau. Eine Aneinanderreihung „glücklicher Zufälle“ führte sie schließlich nach Zwettl, wie die beiden erzählen. Die Handschlagqualität, die vielen Waldviertlern nachgesagt wird, zeigte sich beim Bau des mehrstöckigen Einfamilienhauses mit Blick über die Stadt: „Hinter jeder Firma steht ein Name, auf den man sich verlassen kann. Der regionale Bezug lohnt, dass man hier baut“, so Paul.

Was die Vorzüge des Waldviertels und insbesondere Zwettl sind? „Wir haben ein soziales Umfeld, in dem wir uns wohl fühlen. Hier gibt es noch Freundschaft und Vereinsleben“, erzählt Paul. Als Großstädter haben sie sich nie gefühlt, ergänzt Doris. Außerdem gäbe es nichts Besseres für ein Kind, als in einer Kleinstadt aufzuwachsen, sagt Paul, der sich dabei auch an seine eigene Kindheit gern zurückerinnert.

www.zwettl.gv.at

 

Quelle: Interview aus dem "Wohnen im Waldviertel"-Sonderjournal vom 26./27. April 2024

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