Zukunft Region |

Wichtige Investitionen in Straße und Schiene

Infrastrukturprojekte im nördlichen Niederösterreich bis 2035 © Land NÖInfrastrukturprojekte im nördlichen Niederösterreich bis 2035 © Land NÖ
| Zukunft Region

Bahn- und Straßenprojekte bis 2035

Anstelle der vieldiskutierten Waldviertel-Autobahn, deren Bau laut politischen VertreterInnen viel zu spät käme (frühester Baubeginn: 2045) und nicht in die Fläche, sondern vielmehr überregional wirke, sind bis 2035 folgende Bahn- und Straßenprojekte im Wald- und Weinviertel mit einer Investitionssumme von 1,8 Milliarden genannt worden.

 

Wir beziehen uns hier auf Berichte der NÖN, konkret auf die Berichte vom 22. Dezember 2020 sowie vom 13. Jänner 2021.

 

Erreichbarkeit über Straße

In den Ausbau der Landesstraßen werden 440 Millionen Euro investiert. 220 Millionen Euro fließen in bereits geplante Straßenbau-Infrastruktur-Projekte, die andere Hälfte des Budgets wird für neue Projekte verwendet. Gemeint sind neue Umfahrungen, Überholspuren und Bestandsverbesserungen auf Achsen in den Nordwesten. Starten sollen diese bis 2026. 

 

Konkret:

  • B2 zwischen Guntersdorf, Horn, Schrems, Staatsgrenze: Umfahrungen Platt, Mittergrabern, Brunn/Wild, Scheideldorf sowie Stögersbach oder die Spurzulegungen Wild und Wildhäuser, Allwanger Spitz sowie Vitis-Schrems. (90 Mio. Euro)
  • B4 zwischen Stockerau und Horn: Umbau der Anschluss-Stelle Stockerau-Nord, Spurzulegungen bei Zissersdorf, Niederrussbach, Heldenberg, Harmannsdorf und Mörtersdorf. (40 Mio. Euro)
  • B36 zwischen Zwettl und Waidhofen a. d. Thaya: Spurzulegung Vitis-Waidhofen/Thaya oder Bestandsverbesserungen im Bereich Pöggstall-Zwettl. Prüfung vorgezogene Maßnahmen für die Umfahrung Großglobnitz-Kleinpoppen im Jahr 2021. (25 Mio. Euro)
  • B37 zwischen Zwettl und Krems: Sicherheitsausbau Gneixendorfer Berg, Anschluss-Stelle Gneixendorf Süd, Umbau Kreuzung Rastenfeld sowie Spurzulegungen zwischen Rastenfeld-Rastenberg und Stausee-Friedersbach Ost ( 25 Mio. Euro)
  • B38 zwischen Zwettl und OÖ-Landesgrenze: Umfahrung Merzenstein sowie Spurzulegungen zwischen Langschlag-Karlstift-Landesgrenze (25 Mio Euro)
  • B41 zwischen Schrems und Karlstift: Kreuzungslösungen bei Groß Dietmanns oder Spurzulegungen bei Groß Dietmanns und Gmünd, u.a. Kreuzungslösungen, Spurzulegungen (15 Mio. Euro)

 

Anbindung an die Schiene

Weitere 1,35 Milliarden Euro werden in den Ausbau der Schienen von der Franz-Josefs-Bahn, der Laaer Ostbahn und anderen Strecken fließen (siehe Grafik). Direkt in die bestehende FJB fließen bis 2029 knapp 370 Millionen Euro.

 

Genannte Maßnahmen:

  • Bau der „Horner Spange“ als Direktanbindung
  • Teils zweigleisiger Ausbau zwischen Irnfritz und Sigmundsherberg bis 2027 (wobei der Start mit etwa zwölf Kilometern Gleisneulagen im Abschnitt zwischen Limberg-Maissau und Sigmundsherberg noch für diesen Sommer angekündigt ist)
  • Geschwindigkeitsanhebung von 140 auf 160km/h
  • Adaptierungen im Bahnhofsbereich zur Ermöglichung schnelleren Ein- und Ausfahrens (etwa in Pürbach-Schrems und Hötzelsdorf-Geras)
  • Sicherung von Eisenbahnkreuzungen und Maßnahmen an Haltestellen wie Blindenleitsystem, Barrierefreimachung oder Beleuchtung
  • Neu ist der Direktanschluss der Franz-Josef-Bahn an die Westbahnstrecke über Tulln: Damit ist der Flughafen Schwechat von Gmünd aus über den Hauptbahnhof in 2 1/2 Stunden Fahrzeit zu erreichen. In diese Einbindung zur Neubaustrecke der Westbahn – die Waldviertler erstmals umstiegsfrei in die Bahnhöfe Meidling und Hauptbahnhof sowie bis zum Flughafen Wien bringen sollen – werden gut 230 Millionen des Budgets fließen.
  • Ausbau der Nordwestbahn von Retz nach Wien sowie der Laaer Ostbahn 2032

FOTOS